Offnungszeiten FamilienCard wieder Di. von 10-12 und Mi. von 16-18 Uhr

Fee

Die Fee Feelicitas wurde gemalt von Emma Geismann (9 Jahre)

Unser Geschichtenwettbewerb 

 "Als ich um sechs Uhr morgens in die Küche kam, saß eine mürrische Fee in meinem Tee..."

"Als ich heute Morgen aufwachte, stand ein niesendes Einhorn neben meinem Bett..."

"Als ich heute Morgen die Treppe herunterging, konnte ich plötzlich fliegen..."

 

In der zweiten Ausgabe der Familienpost haben wir euch gebeten, euch spannende Geschichten auszudenken, sie aufzuschreiben und uns zu schicken. Vielen Dank, dass ihr uns eure Geschichten geschickt habt! Wir haben eine Jury gebildet und uns viel Mühe gegeben, die schönsten Geschichten auszuwählen. Und heute möchten wir euch die fünf Geschichten vorstellen, die uns am besten gefallen haben.

 

Vorhang auf für unsere Sieger*innen-Geschichten:

Elefant Balduin (Rawi, 7 Jahre)

Als ich heute Morgen die Treppe herunterging, konnte ich plötzlich fliege, Ich bin ganz bis Afrika geflogen. Da habe ich einen Elefanten gesehen. Und dann bin ich mit ihm ans Meer gelaufen und da haben wir Quallen gezählt. Dann haben wir plötzlich einen Buchstabenbaum gefunden. Die Buchstaben haben wir gepflückt und unsere Namen geschrieben. Der Elefant hieß Balduin. Er hieß wie mein neuer Schulfreund.

Die Fee (Yasin, 14 Jahre)

Als ich um sechs Uhr morgens in die Küche kam, saß eine mürrische Fee in meinem Tee und schaute mich durchdringend an. Ich dachte, ich würde noch träumen, also versuchte ich sie erstmal wegzurühren, aber sie verschwand nicht, sondern schaute nur noch mürrischer.

Da ich mir langsam nicht mehr sicher war, ob ich träumte oder wach war, nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sagte: „Hallo, was soll das, wer bist Du?“. Ihre Augen starrten mich an, als sie zu sprechen begann: „Ich bin Maya, die Hausaufgabenfee. Hast Du gestern nicht was vergessen?“ Denn tatsächlich hatte ich gestern keine Lust, meine Mathehausaufgaben zu machen und bin mit meinen Freunden Fußball spielen gegangen. „Ich weiß alles!“ sagte die Fee. Ich bekam ein schlechtes Gewissen und schaute auf die Uhr. Ich hatte noch eine Stunde Zeit, bevor ich zur Schule musste. „Wärst Du nicht mehr sauer, wenn ich sie noch schnell machen würde?“ fragte ich die Fee. Sie nickte und ich machte mich an die Arbeit. Als ich fertig war, ging ich zur Fee zurück, doch sie war nicht mehr da. Was für ein Morgen!

Gefangen im finsteren Haus (Rocco, 9 Jahre)

Als ich um sechs Uhr morgens in die Küche kam, saß eine mürrische Fee in meinem Tee. Sie hieß Isabell … O.K. Am besten erzähle ich Euch die ganze Geschichte mal von vorn:

Es war an einem Freitagnachmittag, als ich von der Schule nach Hause ging. Da kam ich an einem komisch aussehenden Haus vorbei, das ich hier noch nie gesehen hatte. Also beschloss ich, dort einmal zu klingeln. Ich schritt auf die Tür zu, doch bevor ich den Klingelknopf drücken konnte, piepste jemand von drinnen: „Stopp, nicht klingeln!“ Also hielt ich inne und erblickte durch das Türfenster eine kleine Fee, die drinnen herumflatterte. Da sprach sie: „Ich werde hier drin von einem bösen Zauberer gefangen gehalten. Bitte nimm mich mit, die Tür ist nur angelehnt – aber für mich zu schwer zum Aufmachen.“ Also stieß ich die Tür vorsichtig auf und nahm die zappelnde Fee mit mir. Seitdem wohnte sie bei mir, aber wurde jeden Tag schlechter gelaunt. Da es kaum zum Aushalten war, beschloss ich, den Zauberer zu besuchen und zu fragen, warum er die Fee eigentlich überhaupt gefangen und sie so schlecht behandelt hatte, dass sie nun überhaupt nicht mehr fröhlich sein konnte.

Als ich am nächsten Tag von der Schule heimlief, klingelte ich am Haus des Zauberers. Es machte mir ein kleiner etwas rundlicher Mann – wohl sein Diener – auf und bat mich herein. Er führte mich zu einem dunklen unheimlichen Portal. Dort wartete bereits ein großer schlanker Mann, der nur schwarze Sachen trug und sicherlich der böse Zauberer war. Der Diener ging aus dem Raum und ich war plötzlich allein mit der unheimlichen Gestalt. Bevor ich ihn nach der Fee fragen konnte, murmelte er schon etwas Unverständliches – bestimmt einen Zauberspruch. Da öffnete sich unter mir eine Klappe und ich fiel … und fiel … und fiel … und fiel …

… aus meinem Bett. Zum Glück war das alles nur ein Traum gewesen! Das unheimliche Haus des Zauberers - genauso wie die kleine Fee - waren verschwunden und ich sah sie nie wieder. Gott sei Dank! Ich ging in die Küche hinunter und es wurde noch ein schöner Tag.

Die wundervolle Fee in meinem Tee (Emma, 9 Jahre)

Als ich um sechs Uhr morgen sin die Küche kam, saß eine mürrische Fee in meinem Tee. Ich wusste nicht, ob ich schlief oder wach war. Die Fee blickte mich empört an. Dann sagte sie aufgeregt: “Hol mich hier raus, du dummer Mensch!“ Aber, aber, na gut“ sagte ich. Behutsam setzte ich die Fee auf den Tisch. „Hm, schön wär‘s auf der Riesenblume“ sagte die Fee und deutete auf unseren Miniblumenstrauß. Ich nahm die Fee auf die Hand und erfüllte ihren Wunsch. Sie sagte: „Ich bin die Feelicitas. Wer bist du?“ Doch sie ließ mir keine Zeit zum Antworten. „Du hast drei Wünsche frei!“ Jetzt war meine Neugier geweckt. „Ich bin Emma und mein erster Wunsch ist ein Einhorn“ sagte ich, als Feelicitas mich endlich reden ließ. Es machte „Pling, pling“ und vor mir stand ein lila-pinkes Einhorn. Ich freute mich sehr, doch als ich es umarmen wollte, sprang es aus dem Fenster. Ich dachte, es wäre weg, doch es hatte gerade mit Krachen unseren Blumentopf samt Blumen verspeist. Anschließend breitete es seine Flügel aus und schwebte davon. „Mist!“ rief ich. Da kam mir eine Idee. „Feelicitas, ich wünsche mir, dass ich fliegen kann!“ Es machte „Pling, pling“ und ich hob ab. Doch leider konnte ich nicht Lenken und knallte gegen unsere Nachbarin, die gerade Blumen goss. „Autsch!“ rief sie. Auch mir tat es weh und zwar am Bauch. Ich lief zurück zu Feelicitas. „Und, gefällt dir das Fliegen? fragte sie. „Nö“ grummelte ich. „Ich weiß, wie es leichter ist. Ich wünsche mir, dass ich zaubern kann.“ Mal wieder machte es „Pling, pling“ und ich konnte zaubern. Ich teste erstmal, ob es klappt. „Ene mene waußen, ich bin jetzt draußen“ rief ich. Zwar war ich jetzt draußen, doch jetzt saß ich auf den Schultern der Nachbarin. Die schüttelte mich runter. Es tat mir überall weh und ich war sauer auf Feelicitas. Als ich plötzlich die Stimme meiner Mama hörte: „Aufwachen, Emma“ schlug ich die Augen auf und merkte, dass es nur ein Traum war.

Hühner, Eier und Eddie (Marlon, 5 Jahre)

Ich bin Marlon und ich bin 5. Ich bin im Kindergarten Märchenwald. Ich fände es gut, wenn wir acht Hühner hätten. Die legen Eier und morgens können wir immer Eier essen – nicht nur an (F)Eiertagen. Die sind ja eigentlich immer nur am Sonntag. Wir sind 5. Dann müssen nicht immer alle Hühner jeden Tag Eier legen. Das wollen sie ja auch nicht. So ist das ja auch bei Opa Norbert. Und die Hühner müssen immer gut auf die Eier aufpassen. Sonst kommen die Schafe. Vielleicht rennen sie dann hin. Einmal hat das Schaft, das Eddie heißt, seinen Kopf in einen Eimer gesteckt, weil da noch ein Apfel drin war. Aber dann kam er wegen seiner Hörner nicht mehr raus und ist mit dem Eimer auf dem Kopf ganz schnell rumgelaufen. Das war richtig lustig!

Und als das Schaf ganz schnell die Treppe runtergelaufen ist, konnte es plötzlich fliegen. Das ist ja eigentlich Quatsch. Eddie ist dann an die Ostsee geflogen. Er ist am Strand rumgelaufen und er ist baden gegangen. Am Ende hat er Eier gefunden und sie wieder ins Wassere geworfen beim Fliegen, weil…es war ja gar kein Eiertag.